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    26. September 2019     

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    CE-Kennzeichnung von Feuer- und Rauchschutzvorhängen

    Ein Artikel von Claus Schwenzer, BVT-Verband Tore 

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    Aufbruch in neue Zeiten

    Türen und Tore als Trendsetter für technische Entwicklungen im Baubereich

Fenster- und Türenbranche:
Aktuelle Gesamtzahlen für Europa

Der Fenstermarkt in Europa und den wichtigsten angrenzenden Ländern ist 2014 um insgesamt 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – von 127,1 Millionen Fenstereinheiten (FE) á 1,3 x 1,3 Metern in 2013 auf rund 126,1 Millionen Fenstereinheiten in 2014 gesunken. Zu dieser Prognose kommt die Arbeitsgruppe für europäische Marktzahlen des Verbandes Fenster + Fassade (VFF), deren Ergebnisse durch das Künzelsauer Institut für Marketing an der Hochschule Heilbronn (KIM) bearbeitet und als Studie 1) zusammengefasst wurden. Damit bleibt die Lage noch relativ stabil, nachdem der Markt 2009 um fast 21  Prozent von 161,3 auf 127,9 Millionen FE eingebrochen war und nach positiven Ausschlägen in 2010 und 2011 (plus 3,4 und plus 0,3 Prozent) in 2012 und 2013 leichte Rückgänge von 1,7 und 3,0 Prozent verzeichnen musste.

Neben den europäischen Gesamtzahlen, die auf Grunddaten des statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) basieren, beleuchtet die Studie aktuelle Zahlen, Prognosen und Trendkurven der 28 EU-Staaten, der östlichen Nachbarn Russland und Ukraine­ sowie der übrigen Nachbarn Norwegen, Schweiz und Türkei inklusive des türkischen Teils der Insel Zypern und geht ausführlich auf die Unterschiede bei den Rahmenmaterialien ein. „Von der Studie wird jetzt übrigens auch Kroatien erfasst und die entsprechenden Fenstereinheiten des Landes fließen ab 2012 in der Zeitreihenbetrachtung mit ein“, erklärt der VFF-Geschäftsführer Ulrich Tschorn.


Die Entwicklung bei den großen europäischen Marktgruppen

Von den rund 126,1 Millionen Fenstereinheiten, die für Europa für 2014 prognostiziert werden, entfallen rund 70,1 Millionen FE auf die 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Rund 24,9 Millionen FE werden in Norwegen, der Schweiz und der Türkei abgesetzt und rund 31,1 Millionen FE in Russland und der Ukraine. Die EU-Länder haben damit einen Anteil von rund 55,6 Prozent am europäischen Fenstermarkt, die Gruppe Norwegen, Schweiz und Türkei von rund 19,7 Prozent und die Gruppe Russland und Ukraine von rund 24,7 Prozent. „Die Nachbarstaaten, die nicht in der EU sind, repräsentieren mehr als 44 Prozent des Marktes. Das bietet allen Krisen zum Trotz Chancen für exportorientierte Fenster- und Fassadenbauer und deren Systempartner“, so Tschorn.

 

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Rahmenanteile 2012/2013: Kunststoff liegt bei den Betrachtungsgruppen­ vorne

Der Anteil der einzelnen Rahmenmaterialien hat sich laut der VFF-Studie insgesamt leicht zugunsten von Holz-/Metall-Konstruktionen verändert. Kunststoff blieb nach gerundet 61,7 Prozent in 2012 bei identischen rund 61,7 Prozent in 2013. Gleichbleibend fielen auch die Werte bei Metall und Holz aus. Hier schlagen jeweils rund 18,3 Prozent bei Metall sowie jeweils rund 15,8 Prozent bei Holz zu Buche. Eine minimale Steigerung verzeichnen hingegen Holz-/Metall-Konstruktionen. Sie können ihren Anteil von rund 4,1 Prozent in 2012 auf rund 4,3 Prozent in 2013 steigern. Größere Unterschiede ergeben sich allerdings bei der Beobachtung der einzelnen Betrachtungsgruppen. Während 2013 der Anteil von Kunststofffenstern in den 28 EU-Ländern bei gerundet 50,8, der Anteil von Metall bei rund 22,9, von Holz bei rund 20,2 und von Holz/Metall bei rund 6  Prozent lag, waren es in Norwegen, der Schweiz und der Türkei zusammen gerundet 68,4 Prozent Kunststofffenster, rund 17,7 Prozent Metall, rund 10,2 Prozent Holz und rund 3,7 Prozent Holz/Metall. „Der höhere Anteil von Metall- und Holzfenstern in den 28 EU-Staaten geht vornehmlich auf die Vorliebe von Ländern wie Italien, Griechenland, Spanien, Portugal und Malta für Metall und von den Ländern des Nordens für Holz zurück“, erklärt Tschorn die Unterschiede. Dagegen liegen in Russland und der Ukraine eindeutig Kunststofffenster im Rennen: Rund 79,8 Prozent Marktanteil stehen hier rund 8,8 Prozent Metall, rund 10,3  Prozent Holz und rund einem Prozent­ Holz/Metall gegenüber.


Die Länder mit dem größten Modernisierungspotenzial – Tops und Flops

Betrachtet man die für die Fenster- und Fassadenbranche wichtigsten Länder mit dem größten Modernisierungspotenzial auf Basis des vorhandenen Fensterbestands, so lässt sich feststellen, dass die Zeichen in Deutschland, Polen und dem Vereinigten Königreich aktuell auf Wachstum stehen. In Deutschland wuchs der Markt 2013 um 1,1 Prozent, für 2014 werden plus 2,7 Prozent prognostiziert und der Trend für 2015 steht ebenfalls auf Wachstum. Polen musste zwar 2013 ein Minus von 4,6 Prozent verkraften, jedoch werden für 2014 plus 2,7 Prozent prognostiziert und auch der Trend für 2015 ist positiv. Noch besser sieht es im Vereinigten Königreich aus. Ein Plus von einem Prozent in 2013, eine Prognose von plus 3,7 Prozent in 2014 und ein positiver Trend sprechen eine positive Sprache. Eher verhalten ist die Lage in Russland und Frankreich. In Russland gab der Markt 2013 um ganze 8 Prozent nach, für 2014 wird eine glatte „Null“ prognostiziert und die Zeichen für 2015 sehen eher düster aus. Stillstand wird für Frankreich gemeldet: Nach einem Minus von 5,4  Prozent in 2013 und einer prognostizierten „Null“ in 2014 wird auch weiterhin von keinen signifikanten Steigerungen ausgegangen. Ein Wechselbad der Gefühle erlebt derzeit die Türkei. Nach einem ordentlichen Plus von 9,6 Prozent wird für 2014 ein größeres Minus von 7,1 Prozent prognostiziert bei allerdings recht freundlichen Aussichten für 2015. „Hier erkennt man ganz eindeutig ein Abbild der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Lage in Europa und dem europäischen Umfeld. Bleibt zu hoffen, dass die Situation sich insgesamt betrachtet wieder stabilisiert“, so Tschorn.


Produktionsmengen in Deutschland­ mit den wichtigsten Im- und Exportmärkten

Im Januar und Februar 2015 führte die B+L Marktdaten GmbH aus Bonn im Auftrag des Verbandes Fenster + Fassade (VFF) eine repräsentative Befragung von Fensterproduzenten aus Polen­, Österreich, Tschechien und weiteren Lieferländern durch. Untersucht wurden deren Absatzmengen in Deutschland. Zur Absicherung der Ergebnisse diente eine Befragung von relevanten Bauelementehändlern über deren Importvolumen. Zusätzlich wurden auch die Exportmengen aus Deutschland untersucht. „Aufgrund der Erhebungen ist es dem Verband jetzt erstmals möglich, eine abgesicherte Produktionsmenge von Fenstern und Haustüren für das Jahr 2014 vorzulegen“, erklärt der Geschäftsführer des VFF, Ulrich Tschorn. Danach wurden in Deutschland im vergangenen Jahr rund 12,23 Millionen Fenstereinheiten (FE) á 1,3 x 1,3 Meter und rund 1,4 Millionen Türen produziert.


Hohe Importquote steht geringerem Export gegenüber

2014 lag die Importquote für Fenster, die nach Deutschland eingeführt werden, bei rund 17,7 Prozent. Dabei dominierten Kunststoff- sowie Holz-Alu-Fenster überdurchschnittlich mit rund 20 Prozent Importquote. Dem gegenüber stand eine vergleichsweise geringe Exportquote von rund 9,3 Prozent. „Tendenziell kommen die Importe aus dem Osten, während die Exporte in Richtung Westen gehen“, erklärt Ulrich Tschorn. Mehr als eine Million Kunststofffenster wurden laut Befragung 2014 aus Polen nach Deutschland importiert. Dazu kommen fast 150.000 Holzfenster und mittlerweile auch Holz-Alu-Fenster mit einer relevanten Menge von knapp 20.000 Fenstereinheiten. Die Gesamtmenge der Importe aus Polen lag im vergangenen Jahr bei gerundet 1,26 Millionen FE. „Damit entfallen auf Polen mehr als 50 Prozent der gesamten Importe nach Deutschland“, so Tschorn. An zweiter Stelle folgt Österreich mit einem Anteil von knapp 20 Prozent. Geringer fiel laut Befragung die Importquote für Außentüren aus. 2014 lag diese bei unter 10 Prozent und die Exportquote lag mit rund 12,2 Prozent oder rund 40.000 Türen höher als die Importquote.

1)    Die Studie zum europäischen Fenstermarkt umfasst rund 240 Seiten und ist beim VFF unter­ shop.window.de oder per E-Mail an
        Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zum Preis von 4.165 Euro inkl. MwSt. erhältlich. VFF-Mitglieder erhalten die Studie zum Vorzugspreis.


Information:
Verband Fenster + Fassade
Walter-Kolb-Str. 1-7
60594 Frankfurt / Main
Tel.: +49 (69) 95 50 54-0
Fax: +49 (69) 95 50 54-11
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Internet: www.window.de

"Der TTF-Report ist das Branchenportal rund um die Bereiche  Tür, Tor, Fenster, Brand- und Einbruchschutz."

Dipl.-Ing. Ulrike Götz, 
Verantwortliche Redakteurin

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